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Kulturelles Theater Ingrid Steeger und Peer Augustinski

Ingrid Steeger und Peer Augustinski

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Ingrid Steeger und Peer AugustinskiWieder einmal hatte das Landhaus Borchers zu einem ganz besonderen Abend mit ganz besonderen Künstlern eingeladen. Nach Hardy Krüger, Bernd Stelter und Heinz-Rudolf Kunze waren nun Ingrid Steeger und Peer Augustinski zu Gast in Bohlsen,  um vor ausverkauftem Haus das Publikum zu begeistern.

„Bei diesen  Namen kommt einem automatisch "Klimbim" in den Kopf, eine der erfolgreichsten ersten Comedysendungen im deutschen Fernsehen überhaupt,“ so Gastgeber Dieter Borchers bei der Begrüßung. Beide Schauspieler waren Mitglieder der "Klimbim"Familie, die von 1973 bis 1979  mit Sketchen und Episoden aus ihrem absurden Familienalltag das Publikum vor dem Fernseher begeisterten. "Klimbim" erreichte absoluten Kultstatus und wurde sogar mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet“. 2004 erlebte die Chaosfamilie mit denselben Darstellern wie in den 1970er Jahren unter dem Titel Die Klimbim-Familie lebt! eine Wiedergeburt auf der Bühne. Bedingt durch den Tod von Elisabeth Volkmann und (2006) und Horst Jüssen  (2008) sowie einem Schlaganfall von Peer Augustinski endeten die Theateraufführungen und es wurde still um die beiden Künstler.

Nun gab es im Landhaus Borchers ein Wiedersehen mit Ex-Ulknudel Ingrid Steeger und Peer Augustinski. Mit heiteren, aber auch besinnlichen Geschichten und Gedichten bereiteten die beiden Schauspieler dem Publikum einen kurzweiligen Abend. Da erzählte  ein großartiger Peer Augustinski - der in ganz bewundernswerter Weise mit den Folgen seiner Krankheit umgeht und nichts von seinem Humor verloren hat -  vom ersten Weihnachtfest des Hundes Flocki, der ganz verständnislos das Treiben seines "Rudels" verfolgte und sogleich am Weihnachtsbaum sein Bein heben musste, da berührte eine wunderbare Ingrid Steeger das Publikum, als sie von dem kleinen Mädchen erzählte, das  sich  in der Nachkriegszeit so sehnlich ein Stück knuspriger Weihnachtsgans wünschte - und mit nur „einem Fitzelchen“ ausging. Dieses kleine Mädchen sei sie selbst gewesen, verriet die sympathische Schauspielerin und weiter: "Wenn Sie Ihre knusprige Weihnachtsgans genießen, vielleicht denken Sie mal an mich?"

Es folgten ein Interview mit dem Weihnachtsmann, welches endlich Aufklärung darüber brachte, was ein Weihnachtsmann so den Rest des Jahres tut, und bei Astrid Lindgreens "Pelle zieht aus" wurden gar Tränen gelacht. Aber nicht nur die Geschichten selbst amüsierten das Publikum. Es war vor allem das Miteinander der beiden Künstler, das beliebte Gefrotzel in Klimbim-Manier, mit dem sich Ingrid Steeger und Peer Augustinski wieder einmal in die Herzen der Zuschauer spielten. Nicht unerwähnt darf jedoch an dieser Stelle Siegfried Clasen bleiben, der zwischen den einzelnen Beiträgen mit stimmungsvollen Weihnachtsliedern an der Gitarre für besinnliche Stimmung sorgte.

 

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